Hypo Alpe-Adria-Bank auf Expansionskurs

18. Jänner 2002, 14:12
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Nach Bilanzsumme erstmals unter "Top Ten" der heimischen Banken

will verstärkt in Österreich expandieren Wien - Die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank mit Sitz in Klagenfurt erwartet nach einem Rekordjahr 2001 auch im laufenden Jahr ein kräftiges Wachstum. Der nach eigenen Angaben mit einer Bilanzsumme 2001 von 7,3 Mrd. Euro (100,5 Mrd. S) bedeutendste Finanzkonzern im Alpen-Adria-Raum streckt seine Fühler dabei nicht nur vorsichtig nach Serbien und Montenegro aus, sondern will auch am österreichischen Markt stärker als bisher in Erscheinung treten. Ziel sei es, in allen Landeshauptstädten Filialen zu errichten, kündigte Hypo-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kulterer am Freitag in Wien vor Journalisten an.

Priorität hat dabei der Deutschland nahe Grenzraum: In Salzburg oder auch München will die Kärntner Bank innerhalb der nächsten 24 Monate mit einem Stützpunkt vertreten sein. Für Kulterer steht dabei nicht die Konkurrenz zu örtlichen Banken im Vordergrund. Vielmehr sollen die neuen Filialen als Zubringer und Kontaktstellen für die Kommerzkunden in diesen Regionen fungieren, die im Alpe-Adria-Raum ihre Geschäfte machen wollen. Neben der regionalen Expansion will die Kärnten-Hypo auch das Privatkundengeschäft stärker als bisher forcieren.

Kräftige Steigerung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 konnte die Hypo Alpe-Adria-Bank die Bilanzsumme um 35 Prozent von 5,4 auf 7,3 Mrd. Euro (100,5 Mill. S)steigern. Damit sei die Hypo erstmals unter die "Top Ten" der heimischen Banken aufgerückt, freute sich Kulterer. Das Betriebsergebnis konnte um 66 Prozent von 60,6 auf 100,5 Mill. Euro verbessert und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 26,1 auf 64,9 Mill. Euro mehr als verdoppelt werden.

Die Eigenmittel legten von 295 auf 453 Mill. Euro zu, die Zahl der Mitarbeiter verdoppelte sich von 1.075 auf 2.111. Der Return-on-Equity (ROE) überstieg erstmals 20 Prozent, das Kosten-Ertrags-Verhältnis (cost-income-ratio) liege nur etwas über 60 Prozent, betonte Kulterer. Vom EGT werde die Hypo 10 Mill. Euro Steuern und 5 Mill. Euro an Dividenden zahlen und 50 Mill. Euro dem Eigenkapital zuführen. Das Land Kärnten erhält als Haftungsprovision 3,3 Mill. Euro.

Für das laufende Jahr rechnet Kulterer mit einem Bilanzsummenwachstum von über 16 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro, einer Steigerung des Betriebsergebnisses von 32 Prozent auf 133,7 Mill. Euro und einer Verbesserung beim EGT um 42 Prozent auf 92,3 Mill. Euro. Weitere 300 Mitarbeiter will die Hypo Kärnten aufnehmen. (APA)

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