Herold mit starkem Online-Wachstum

18. Jänner 2002, 13:13
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"SuperPages" lösen Telefonbücher ab

Zur Cashcow hat sich das Internet- Angebot der Herold Business Data AG mittlerweile entwickelt. Über sieben Mio. Euro haben Herolds Online-Telefonbücher und www.otb.at zum Gesamtumsatz von 64 Millionen Euro im Jahr 2001 beigetragen. "Damit kommen 50 Prozent des Umsatzzuwachses von 14 Prozent aus dem Internet", erklärte Vorstand Jon M. Martinsen anlässlich der Präsentation der neuen Telefonbücher gestern, Donnerstag, in Wien.

Gutes Geschäft

Das Bannergeschäft floriert laut Martinsen, und die Visits haben sich seit Juni bei über einer Million stabilisiert. Im Dezember 2001 verzeichneten die Herold-Portale insgesamt 1,4 Millionen Besucher mit durchschnittlich 13 Impressions. Einziger Wermutstropfen: Der CD-ROM-Umsatz ist durch den Internet-Zuwachs um 15 Prozent zurückgegangen.

Traditionelle Umsätze

Den größten Teil seines Umsatzes erwirtschaftet Herold jedoch mit den traditionell produzierten Telefonbüchern. 44 Millionen Euro, davon über 80 Prozent Werbe-Einnahmen, erwirtschaftete Herold im abgelaufenen Jahr mit den Telefonbüchern, die ab Mitte Februar als "SuperPages" ausgeliefert werden. Im März folgen Tirol und Salzburg und Ende Mai kommen die SuperPages in die Haushalte von Wien.

SuperPages

Übernommen wurde die Marke "SuperPages" aus den USA, wo der Name bereits seit Jahren etabliert ist. Die Herold Konzern-Mutter Verizon, der mit 1.600 Titeln größte Telefonbuch-Herausgeber der Welt, will die "SuperPages" auch weltweit etablieren. Der Druckausgabe wird auch ein entsprechender Internet-Auftritt folgen. Derzeit wird die Domain superpages.at noch auf die Website gelbeseiten.at weitergeleitet, doch Vorstand Martinsen hat mehr vor: "Im Laufe des Jahres werden wir superpages.at inhaltlich zu einer Firmensuchmaschine der Extraklasse machen." Einen Vorgeschmack erhält der User auf der US-Site http://www.superpages.com.

Zusatzfeatures

Zusätzlich zu den Gelben Seiten und dem klassischen Telefonbuch enthalten die SuperPages ein auf rosaroten Seiten gedrucktes alphabetisches Firmenverzeichnis. Zur besseren Orientierung wurde in das neue Nachschlagewerk auch ein Stadtplan der jeweiligen Landeshauptstadt integriert. Die Telefonbücher erhielten auch einen neuen optischen Akzent. Aus einem Wettbewerb von Studenten der Meisterklasse Hubert Schmalix (Akademie der Bildenden Künste, Wien) wurde die Arbeit "Unbekannte Talente" (Bild) von Christoph Maier für die Titelseite ausgewählt. (pte)

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