Wifo: Tourismus brachte 19,4 Milliarden Euro Wertschöpfung

18. Jänner 2002, 11:49
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Wertschöpfung lag 2001 bei 7,1 Prozent des BIP

Wien - Die Wertschöpfung des österreichischen Tourismus ist seit Jahren kontinuierlich im Steigen. Die direkte und indirekte Wertschöpfung des Tourismus (ohne Dienst- und Geschäftsreisen) lag 2001 laut vorläufigen Zahlen bei 19,4 Mrd. Euro (267 Mrd. S) oder 9,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), teilte das Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) heute, Freitag, mit. Im Jahr 2000 betrug die Wertschöpfung noch 18,2 Mrd. Euro, 1999 waren es noch 17 Mrd. Euro.

Die direkte Wertschöpfung schließt die Gesamtausgaben eines Gasts an einem Tourismusort - wie Übernachtung, Essen, Shopping, Discobesuch und Taxifahrt - ein, die indirekte Wertschöpfung berücksichtigt auch die Vorleistungen der vom Tourismus betroffenen Unternehmen wie Kosten für einen Anwalt, Steuerberater oder die Anlieferung von Nahrungsmitteln.

Die direkte und indirekte Wertschöpfung des Freizeitkonsum der Österreicher am Wohnort, der ebenfalls zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus beiträgt, lag 2001 schätzungsweise bei 15 Mrd. Euro bzw. 7,1 Prozent des BIP. 2000 betrug er 13,9 Mrd. Euro, 1999 13,45 Mrd. Euro. Damit ergibt die direkte und indirekte Wertschöpfung von Tourismus und Freizeit zusammen in Österreich im Jahr 2001 34,5 Mrd. Euro bzw. 16,2 Prozent des BIP. Im Jahr 2000 brachten Tourismus und Freizeitwirtschaft 32,2 Mrd. Euro an Wertschöpfung, was 15,6 Prozent des BIP entspricht.

Die direkte Wertschöpfung des Tourismus (ohne Dienst- und Geschäftsreisen) stieg 2001 von 14,2 Mrd. Euro (6,9 Prozent des BIP) auf 15,0 Mrd. Euro (7,1 Prozent des BIP), 1999 waren es noch 13,3 Mrd. Euro (6,7 Prozent des BIP).

Das von Wifo und Statistik Austria erstellte Tourismussatellitenkonto schließt Tourismus-spezifische Güter (Unterkünfte, Reisebüros, Seilbahnen), Tourismus-verwandte Güter und nicht Tourismus-spezifische Güter (Einzelhandel) und Dienstleistungen ein. (APA)

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