Technologieschwäche belastet IBM-Ergebnis

18. Jänner 2002, 09:33
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Umsätze aus Dienstleistungsgeschäft, Personalrechner- und Halbleiter-Bereichen niedriger als erwartet

New York - Der weltweit größte Computerhersteller International Business Machines Corporation (Armonk/New York) hat im vierten Quartal 2001 ein um 13 Prozent niedrigeres Ergebnis als in der entsprechenden Vorjahresperiode verbucht. IBM teilte am Donnerstag nach Börsenschluss mit, die Umsätze aus dem Dienstleistungsgeschäft und den Personalrechner- und Halbleiter-Bereichen seien niedriger gewesen als erwartet.

"Die Bedingungen bleiben zu Anfang dieses Jahres schwierig, aber wir glauben, dass unser Geschäft im Laufe dieses Jahres stärker werden wird", sagte IBM-Chef Louis Gerstner.

Der Nettogewinn in dem am 31. Dezember abgeschlossenen Dreimonatszeitraum fiel auf 2,33 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro/36,4 Mrd. S) oder 1,33 Dollar je Aktie gegenüber 2,67 Mrd. Dollar oder 1,48 Dollar je Aktie im Jahr zuvor. Analysten hatten einer Umfrage der Firma Thomson Financial/First Call zufolge mit 1,32 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet.

Das Unternehmen, das in der Regel von mehrjährigen Dienstleistungsverträgen für den Betrieb von Computernetzwerken profitiert, hatte mit einem Wachstumsplus in diesem Bereich gerechnet. Doch der Services-Umsatz fiel in der Berichtsperiode um 1,4 Prozent.

IBM fielen im nachbörslichen Handel bis auf 114. Zuvor hatten die Aktien rund zwei Prozent höher bei 119,90 Dollar geschlossen. Der Umsatz fiel in der Berichtsperiode um 11 Prozent auf 22,8 Mrd. Dollar nach 25,6 Mrd. Dollar im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Analystenerwartung lag bei 23,8 Mrd. Dollar.

In der Berichtsperiode habe IBM Services-Verträge im Wert von 15 Mrd. Dollar abgeschlossen, die jedoch erst im laufenden Quartal zum Tragen kommen würden, sagte IBMs Finanzchef John Joyce. "IBM ist noch immer zuversichtlich, das ein Gewinn von 4,81 Dollar je Aktie für 2002 machbar ist", sagte der Analyst Gary Helmig von der SoundView Technology Group. Helmig gibt IBM die Bewertung "stark kaufen".

Nach Einschätzung der Forschungsfirma Dataquest Inc werden PC- Auslieferungen in diesem Jahr weltweit um insgesamt vier Prozent zunehmen, nachdem sie im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent gefallen waren.

Im Dienstleistungsgeschäft ging der Umsatz auf 9,06 (9,19) Mrd. Dollar zurück, der Hardware-Umsatz fiel auf 8,71 (11,5) Mrd. Dollar und Software-Auslieferungen brachten 3,78 (3,57) Mrd. Dollar Umsatz. (APA/dpa)

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