Goma: Flüchtlingshilfe angelaufen

23. Jänner 2002, 15:20
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300.000 Hungernde kehren in ihre Heimat zurück - Starke Beben erschüttern Region - Erneuter Vulkanausbruch unwahrscheinlich

Goma - Fast eine Woche nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo hat das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) in der kongolesischen Stadt Goma mit dem Verteilen von Lebensmitteln begonnen. Wie Sprecher der Organisation am Dienstagabend in der zerstörten Stadt bekanntgaben, sollen 24.000 Tonnen Nahrungsmittel herangeschafft werden, um bis zu 450.000 Menschen über drei Monate versorgen.

Sicherheitsbedenken hatten die UNO-Organisation davon abgehalten, den Flüchtlingen ihre Hilfe außerhalb der Notlager im nahe gelegenen Nachbarland Ruanda anzubieten. "Auch nach der Versicherung von Experten, dass der Vulkan nicht in unmittelbarer Zeit ausbricht, haben wir diese Bedenken nicht ganz ausgeräumt", sagte WFP-Sprecherin Laura Melo.

Starke Beben erschütterten bis zum Abend in minutenkurzen Abständen die Region. Menschen in Goma und Umgebung verließen mehrfach panisch ihre Häuser. In der Region machte sich Angst vor weiteren Vulkanaktivitäten breit.

Rund 300.000 Flüchtlinge waren seit Sonntag zurück in die Stadt gekommen. Die UNO schätzt, dass sich noch etwa 50.000 Menschen in umliegenden Orten aufhalten. Nur 8000 hatten das Hilfsangebot der errichteten Notlager in Ruanda angenommen.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) setzte die Registrierung der Obdachlosen fort und verteilte Decken. Andere Organisationen wie World Vision und das Internationale Rettungs-Komitee (IRC) gaben Wasser und Nahrungsmittel aus. Die Deutsche Welthungerhilfe begann mit dem Bau einer Übergangspiste zwischen den durch den Lavastrom getrennten Stadtteilen.(APA/dpa)

Spendenkonto: PSK 90.001.002 Kennwort "Kongo"; Diakonie Österreich PSK Konto 23.13.300 "Kongo"; Christoffel Blindenmission Konto PSK 92.011.650 - Kennwort: Kongo; Caritas Spendenkonto PSK 7.700.004 Kennwort "Kongo Vulkan" World Vision GEV-Spendekonto PSK 90.890.000 Kennwort "Kongo"

Grafik: Vulkanausbruch am Nyiragongo


Ansichtssache: Der Lavastrom des Nyiragongo zieht seine Spur

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