Zwei Algerier wegen El-Kaida-Mitgliedschaft angeklagt

18. Jänner 2002, 06:23
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Acht weitere Personen festgenommen

Leicester/England - Die britischen Behörden haben am Donnerstag erstmals zwei Personen unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der verbotenen Organisation El Kaida von Islamistenführer Osama bin Laden angeklagt. Im Rahmen einer Antiterrorfahndung wurden zudem in der mittelenglischen Stadt Leicester acht Personen festgenommen.

Den beiden schon am 25. September festgenommen Algeriern wird vorgeworfen, an einem geplanten Anschlag auf die US-Botschaft in Paris beteiligt gewesen zu sein. Zudem hätten sie Geld für Terroranschläge gesammelt. El Kaida ist seit der Verabschiedung eines umstrittenen britischen Antiterrorgesetzes im vergangenen Jahr eine verbotene Organisation. Die beiden waren seit September in Großbritannien in Haft, Anklage wurde erst jetzt erhoben.

Leicester hat besonders viele moslemische Einwohner. In der Stadt gibt es inzwischen 19 Moscheen und ein islamisches Zentrum. Der britischen Statistikbehörde zufolge werden innerhalb eines Jahrzehnts Weiße in Leicester in der Minderheit sein. Es wäre die erste britische Stadt, in der dies der Fall ist. (APA)

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