Gesundheitsministerium beschlagnahmt "verseuchtes" Kalbfleisch

18. Jänner 2002, 14:49
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Antibiotika-Fleisch durch Irrtum im Handel

Wien - Das österreichische Gesundheitsministerium hat veranlasst, jenes Kalbfleisch, das dem Antibiotikum Chloramphenicol (CAP) kontaminiert sein soll, zu beschlagnahmen. Zuvor war das Ministerium von holländischen Veterinärbehörden informiert worden, hieß es in einer Aussendung. Durch einen verwaltungstechnischen Irrtum eines niederländischen Labors war das Kalbfleisch in Österreich, Frankreich und Deutschland in den Handel gelangt.

Kalbsleber

Beschlagnahmt wurde ein Karton mit Kalbslebern, in welchem sich die mit CAP-positive Leber aus der niederländischen Lieferung befunden hatte, in einem Großmarkt im Bezirk Kitzbühel. Der zuständige Amtstierarzt wurde umgehend darüber informiert. Noch in der Nacht sei veranlasst worden, dass die gesamte Menge von 13,62 kg Kalbsleber sichergestellt und unter strikte veterinärbehördliche Sperre gestellt werde, hieß es. Das Fleisch werde nun nach Holland zurückgesandt, dort werden die notwendigen Untersuchungen erfolgen.

Keine Gefahr für Konsumneten

Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) beruhigte jedoch die Konsumenten. Waneck bekräftigte, dass weder Fleisch noch Innereien des CAP-positiven Kalbes in Österreich in Verkehr gesetzt worden ist. Für die Konsumenten sei somit keine gesundheitliche Gefährdung entstanden.(APA)

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