"Affenaids" in der Natur selten

17. Jänner 2002, 19:46
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Gefundenes Virus macht Hypothese von der Übertragung auf den Menschen unwahrscheinlicher

Gombe/Birmingham - Ein internationales Team um Primatenforscher der University of Alabama und um die Pionierin der Schimpansenforschung, Jane Goodall, hat erstmals einen Fall von "Affenaids" in Ostafrika entdeckt. Gleichzeitig ist es der erste in freier Wildbahn: Ein Schimpanse des Gombe Nationalparks in Tansania zeigte eine Infektion mit SIV (simian immunodeficiency virus). Anhand von Urin- und Kotanalysen von 57 weiteren Schimpansen verschiedener Regionen steht nun fest: Unter wild Lebenden ist das Virus sehr selten, denn kein weiterer Affe war infiziert.

Das Virus des einzigen SIV-Positiven zeigte große Verschiedenheit von bekannten SIV- und HIV-Stämmen, was die Hypothese von der Übertragung auf den Menschen unwahrscheinlicher macht. (rosch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 1. 2002)

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