Firmen bringen Farbe ins Telefonbuch

17. Jänner 2002, 19:16
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Herold steigert Umsatz um 14 Prozent

Wien - Das Geschäft mit den Telefonbüchern blüht und gedeiht. Im zehnten Jahr ihres Bestehens nimmt die zu 26 Prozent im Eigentum der Telekom Austria stehende Herold Business Data einen Relaunch vor und krempelt die gelben Wälzer total um. Die guten alten Bundesländer-Telefonbücher sind zwar gelb wie eh, heißen aber nicht mehr simpel Telefonbuch, sondern - nach Vorbild der Herold-Mutter-Verizon - "SuperPages".

Sie enthalten neben Teilnehmer- und Rufnummernverzeichnis, den dazugehörigen gelben Seiten (Branchenverzeichnis) auch einen Stadtplan der jeweiligen Landeshauptstadt und ein alphabetisches Firmenverzeichnis, die so genannten "Rosa Seiten", kündigte Herold-Geschäftsführer Jon Martinsen, am Donnerstag.

Die neuen Telefonbücher (Ausgabe 2002/2003) enthalten 335.000 Unternehmen und rund 4,6 Millionen Rufnummern. Davon stammen bereits rund 20 Prozent von den Telekom-Konkurrenten und zehn bis zwölf Prozent auf Mobilkom-Nummern.

Kontinuierlich gewachsen ist auch der Umsatz: Allein mit den Papierwälzern setzte Herold im Vorjahr rund rund 43,6 Millionen Euro (600 Mio. S) um. Inklusive Neue-Medien- und Internetprodukte, auf die mehr als die Hälfte des Zuwachses entfiel, summierte sich der vorläufige Gesamtumsatz für 2001 auf rund 64 Mio. EURO, sagte Martinsen. Im Jahr 2000 waren es 51,89 Mio. EURO gewesen.

Immer mehr Bedeutung bei der Telefonnummern- und Firmensuche gewinnt das Internet, sagte Martinsen. Seit Juni registriert Herold nach eigenen Angaben durchschnittlich mehr als eine Million Besucher. Ausgeliefert werden die Telefonbücher - wie bisher - frei Haus, allerdings nur für Kunden von Telekom Austria und Priority. Der Preis liegt mit 2,20 EURO etwas über dem Vorjahr und wird mit der Telefonrechnung abgerechnet. (ung, Der Standard, Printausgabe, 18.01.02)

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