1.017 Euro Strafe für "Rasen im Tunnel"

17. Jänner 2002, 17:06
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"Geschwindigkeits- übertretung unter besonders gefährlichen Verhältnissen"

Wien - Auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes machte der ARBÖ am Donnerstag in einer Aussendung aufmerksam. Eine krasse Geschwindigkeitsüberschreitung in einem Tunnel hatte eine empfindliche Geldstrafe nach sich gezogen. Von der Exekutive forderte der Club mehr Kontrollen von Geschwindigkeit und Abstand in den Straßentunnels.

Höchstgeschwindigkeit 100 km/h

Ein Pkw-Lenker hatte in einem Tunnel die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um zumindest 80 km/h überschritten, berichtete der ARBÖ. Deshalb wurde gemäß Paragraf 99 Abs.2 lit c der Straßenverkehrsordnung (StVO) für eine "Geschwindigkeitsübertretung unter besonders gefährlichen Verhältnissen" eine entsprechend hohe Strafe von 1.017 Euro (13.994 S) verhängt.

Immense Unfallgefahr

ARBÖ-Rechtsexpertin Renate Göppert: "Nach Meinung des Verwaltungsgerichtshof bedürfe es keiner näheren Begründung für das Vorliegen besonders gefährlicher Verhältnisse, wenn ein Fahrzeuglenker in einem längeren Straßentunnel die höchstzulässige Geschwindigkeit von 80 km/h um das Doppelte - oder von 100 km/h um 80 km/h - überschreitet." Der Lenker habe die immense Erhöhung der Unfallgefahr, die daraus resultierende Möglichkeit einer Explosion und die damit verbundenen Folgen in Erwägung zu ziehen, hieß es.

Bei Kontrollfahrten in Tunnels in ganz Österreich seien dem ARBÖ auch Raser und Drängler - Pkw und Lkw - aufgefallen. Im Interesse der Verkehrssicherheit sollte die Exekutive verstärkt Kontrollen der Geschwindigkeit und das Einhalten des Sicherheitsabstandes im Tunnel- und Baustellenbereich durchführen, wurde gefordert. Mit dem Einsatz der "Section Control" stünde ein neues und effizientes Instrument der Verkehrsüberwachung zur Verfügung, so die Autofahrervertretung. (APA)

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