"Universal Music" muß nachzahlen

18. Jänner 2002, 00:21
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Millionen an Tantiemen

Los Angeles - Legenden wie Louis Armstrong, Billie Holiday und Ella Fitzgerald zählen zu den rund 300 Künstlern, denen der amerikanische Plattengigant "Universal Music Group" Tantiemen in Millionenhöhe nachzahlen muss.

Nach US- Medienberichten vom Mittwoch hat ein Richter in Los Angeles einer vorläufigen Einigung zwischen dem Musiklabel und den Vertretern einer Sammelklage zugestimmt: 4,75 Millionen Dollar (5,3 Mill. Euro) sollen an Musiker oder aber an deren Erben gehen.

Die 81-Jährige Sängerin Peggy Lee, die in den 40er Jahren durch die Band von Benny Goodman berühmt wurde, war die Hauptklägerin in dem zweijährigen Gerichtsstreit mit dem Musik-Unternehmen. Sie wirft "Universal" vor, sie und andere Musiker seit 1940 um Millioneneinnahmen betrogen zu haben, indem der Konzern niedrigere Verkaufszahlen meldete und den Künstlern zu hohe Produktions-Kosten berechnete.

Rechtsexperten zufolge ist dies die erste erfolgreiche Sammelklage um strittige Abrechnungen, die von Musikern gegen die Plattenindustrie geführt wurde. Bei einer weiteren Gerichtsanhörung im Mai sollen die letzten Einzelheiten des Deals ausgearbeitet werden. (APA/dpa)

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