ORF weist "Spekulationen über Programmstrategien" zurück

17. Jänner 2002, 16:04
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Zurufe von außen seien "entbehrlich"

Ablehnend hat der ORF am Donnerstag auf die von Werbeprofis geäußerten Bedenken, das Fernsehprogramm könnte in Zukunft weniger attraktiv für Werbekunden werden, reagiert. "Die angesprochene Einstellung bestimmter Sendungen ist derzeit reine Spekulation über Programmstrategien, die weder ausgearbeitet noch beschlossen sind", hieß es in einer Aussendung.

Franz Prenner, der frühere Chef der ORF-Enterprise, hatte vor einer "Rückkehr zum alten öffentlich-rechtlichen Beamtenfernsehen" gewarnt. Dazu der ORF: "Zurufe von außen, insbesondere wenn es sich um geschätzte ehemalige Mitarbeiter des ORF handelt, können leicht missverstanden werden und sind entbehrlich." Die verantwortlichen Programmdirektoren würden erst am 8. Februar 2002 nach der Wahl im Stiftungsrat ihre Funktionen antreten, wurde weiters betont. "Danach werden entsprechende Programmkonzepte ausgearbeitet und präsentiert. Der ORF versteht sich selbstverständlich weiterhin als Partner und Dienstleister der Hörer und Seher sowie der werbetreibenden Wirtschaft." (APA)

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