Regierungspartei in Gambia bleibt an der Macht

18. Jänner 2002, 21:19
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Wahlbeteiligung trotz Boykottaufrufs bei 70 Prozent

Banjul - Die Partei von Präsident Yahya Jammeh hat die Parlamentswahl in Gambia gewonnen. Lediglich drei der insgesamt 53 Parlamentssitze gingen bei der Abstimmung am Donnerstag an die Opposition, wie die unabhängige Wahlkommission am Freitag mitteilte. Die Opposition wirft der Regierung Manipulation vor und hatte ihre Anhänger aufgerufen, nicht zur Wahl zu gehen. Trotzdem lag die Beteiligung laut Wahlkommission bei etwa 70 Prozent.

Die Kandidaten von Jammehs Allianz für Patriotische Neuorientierung und Aufbau traten in 33 Wahlbezirken ohne Gegenkandidaten an. In zwölf weiteren Bezirken konnten sie sich durchsetzen. Nur in drei Bezirken gewannen die Oppositionskandidaten. Fünf Parlamentsmitglieder werden zudem direkt vom Präsidenten ernannt.

Jammeh war 1994 bei einem Staatsstreich an die Macht gekommen und zwei Jahre später bei einer von der Opposition angefochtenen Wahl mit 56 Prozent der Stimmen als Präsident bestätigt worden. Im Oktober vergangenen Jahres setzte er sich mit knapp 53 Prozent der Stimmen gegen Ousainou Darboe durch. Im Wahlkampf war es damals wiederholt zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. (APA/AP)

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