"Gebürtig" von Robert Schindel und Lukas Stepanik eröffnet 'Diagonale 2002'

17. Jänner 2002, 21:38
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Festival-Ehrengast wird Heddy Honigmann

Graz/Wien - Der Eröffnungsfilm der 'Diagonale 2002', des Festivals des österreichischen Films, wurde bekanntzugeben: "Gebürtig" von Robert Schindel und Lukas Stepanik wird am 18. März 2002 im Opernhaus Graz in Anwesenheit der Regisseure und der Hauptdarsteller Premiere feiern (und ab 5. April 2002 in Österreichs Kinos regulär laufen).

Ehrengast der diesjährigen Diagonale wird die niederländische Filmemacherin Heddy Honigmann ("Crazy", "Good husband, dear son") sein, die mit einer umfassenden Retrospektive gewürdigt werden wird.

Foto: APA/McIntyre/Cult-Film
Lukas Stepanik, Robert Schindel und Peter Simonischek
beim "Gebürtig"-Dreh in New York

Aufwendige Produktion

"Gebürtig" handelt von der Bewältigung der österreichischen Nazizeit. Die Verfilmung des Romans, der bei seinem Erscheinen 1992 für Aufsehen sorgte und 1993 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet wurde, ist im Jahr 1987 angesiedelt, in einer Zeit, in der Österreich durch die "Waldheim-Affäre" negative Schlagzeilen in der Weltpresse machte.

Das Drehbuch haben Schindel und Stepanik gemeinsam mit Georg Stefan Troller verfasst, Schindel und Stepanik teilen sich auch die Regie. Als Produzenten der Koproduktion von CULT-Film, Extrafilm, Dazufilm Köln und Akson Studio Warschau fungieren unter anderem Stepanik und Niki List. Gedreht wurde die aufwendige Produktion, für die mehrere hundert Komparsen engagiert waren, in New York, Österreich, Polen (Auschwitz/Birkenau) und auf einer Nordseeinsel bei Hamburg.

Erzählt wird die Geschichte des jüdischen Emigranten Hermann Gebirtig (Peter Simonischek), der sich ein Leben als erfolgreicher Schlagerkomponist in New York eingerichtet hat und glaubt, seine KZ-Vergangenheit als Lagerhäftling in Ebensee ebenso wie seine alte Heimat Wien weit hinter sich gelassen zu haben. Doch die Geschichte holt ihn, den abgeklärten Erfolgsmenschen, im fernen Amerika ein. Susanne Ressel (Ruth Rieser), eine schöne junge Journalistin aus Wien, überredet Hermann mit List und Hartnäckigkeit, sich der Vergangenheit zu stellen und in Wien gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher auszusagen. Der Prozess beginnt, doch ein Urteil soll es "mangels an Beweisen" nicht geben. Die Rolle des Danny Demant übernahm August Zirner. (red/APA)

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