Startschuss für Berlins Rot-Rote-Koalition

17. Jänner 2002, 21:56
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Nach Eklat:SPD-Chef Strieder im zweiten Anlauf als Senator gewählt - Senat bestätigt Wowereit

Berlin - Nach einem Eklat im ersten Wahlgang ist der Berliner SPD-Vorsitzende Peter Strieder am Donnerstag von Sozialdemokraten und Reformkommunisten im Abgeordnetenhaus im zweiten Anlauf zum Senator für Stadtentwicklung gewählt worden.

Strieder bekam 75 Ja- und 65 Nein-Stimmen. Zuvor hatten nur 68 Abgeordnete mit Ja, aber 70 mit Nein gestimmt. SPD und PDS haben zusammen 77 Sitze. Nach dem Eklat wurde die Sitzung unterbrochen.

Strieder gilt als Architekt der rot-roten Koalition. Sie ist wegen der politischen Vergangenheit der Reformkommunisten auch in der SPD umstritten. Die PDS ist die Nachfolgerin der DDR-Staatspartei SED.

Das erste Scheitern Strieders galt bei Beobachtern als möglicher Racheakt aus der Partei. SPD-Frauen und Ost-Abgeordnete fühlten sich bei der Auswahl der Senatoren unterrepräsentiert. Nach Strieder stand noch die Wahl des PDS-Kultursenators Thomas Flierl an. (APA/dpa)

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