Sind Frühgeborene anders?

17. Jänner 2002, 12:41
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Neue Studie schreibt ihnen besondere Vorsicht im späteren Leben zu - und damit auch geringere Anfälligkeit für Drogen

Washington - Die intellektuellen Fähigkeiten von Frühgeborenen können im Erwachsenenalter unter denen von Gleichaltrigen liegen, die zum vorgesehenen Termin auf die Welt gekommen sind. Wie aus einer am Donnerstag in den USA veröffentlichten Langzeitstudie hervorgeht, handeln Frühgeborene aber auch vorsichtiger und seien deswegen gar weniger anfällig für Drogen und Alkohol.

Der im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie zufolge haben Menschen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht im Durchschnitt später schlechtere Schulnoten und einen niedrigeren Intelligenzquotienten als Menschen mit normalem Geburtsgewicht. Durch ihr bedachtes Handeln gehen sie aber auch in sexuellen Beziehungen weniger Risiken ein. Frühgeborene Mädchen bekommen vor dem 20. Lebensjahr seltener ein Kind als andere junge Frauen.

Die Studie begleitete 242 Babys, die zwischen 1977 und 1979 geboren wurden, bis zum 20. Lebensjahr. Sie wogen bei ihrer Geburt durchschnittlich 1179 Gramm und kamen etwa zwei Monate zu früh auf die Welt. Verglichen wurden sie mit 233 Gleichaltrigen, die mit normalem Gewicht geboren wurden. (APA)

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