Jutta Limbach neue Präsidentin des Goethe-Instituts

17. Jänner 2002, 11:47
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Juristin wird Nachfolgerin von Hilmar Hoffmann

München - Jutta Limbach, Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, ist neue Präsidentin des Goethe-Instituts Inter Nationes. Das Präsidium wählte heute, Donnerstag, die 67 Jahre alte Juristin zur Nachfolgerin von Hilmar Hoffmann, der nach neun Jahren an der Spitze des Goethe-Instituts nicht mehr kandidierte. Limbach wird ihr neues Amt am 1. Mai antreten, teilte das Goethe-Institut weiter mit.

Hoffmann, der die größte deutsche Mittlerorganisation für auswärtige Kulturpolitik seit neun Jahren führt, scheidet aus Altersgründen aus seinem Amt. Bundespräsident Johannes Rau wird den 76 Jahre alten Kulturpolitiker am Freitag in München offiziell verabschieden.

140 Einrichtungen in 76 Staaten

Das zwölfköpfige Präsidium des Goethe-Instituts entschied hinter verschlossenen Türen. Neben Jutta Limbach standen auch der Soziologe Wolf Lepenies und der scheidende ZDF-Intendant Dieter Stolte auf der Kandidaten-Liste. Beide hatten jedoch bereits abgewunken. Limbach, seit 1994 an der Spitze des obersten deutschen Gerichts, wird Ende März aus ihrem jetzigen Amt ausscheiden.

Das seit 50 Jahre bestehende Goethe-Institut verfügt für seine 140 Einrichtungen in 76 Staaten über einen Etat in Höhe von rund 250 Millionen Euro (3,44 Mrd. S), wovon 66 Millionen Euro durch Eigeneinnahmen aufgebracht werden. Vor einem Jahr fusionierte das Goethe-Institut mit dem ebenfalls vom Bund geförderten Kulturverein Inter Nationes.(APA/dpa)

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