Ab 2003 sollen kostenpflichtige Webinhalte boomen

17. Jänner 2002, 17:58
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Studie prognostiziert einen rasanten Anstieg von Bezahlinhalten im WWW und bei mobilen Endgeräten

Nachdem Europas größter Internetdienst, T-Online, seit Mittwoch erstmals auf breiter Front kostenpflichtige Inhalte anbietet, scheint sich ein genereller Wandel im Internet-Content-Geschäft abzuzeichnen. Eine neue Studie prognostiziert ab dem Jahr 2003 einen regelrechten Boom kostenpflichtiger Inhalte und Dienste im Internet und bei mobilen Endgeräten.

Ohne Geld kein Inhalt

Laut der Studie des Marktforschungsinstituts Jupiter MMXI werden sich Unternehmen in den kommenden Jahren verstärkt auf kostenpflichtige Angebote konzentrieren. Zwar sind gegenwärtig 47 Prozent der europäischen User nicht bereit für Inhalte zu zahlen, doch lässt sich der Trend wohl nicht mehr umkehren.

Musik, Film, Spiele und Erotik

Im Jahr 2001 wurden rund 252 Millionen Euro für kostenpflichtige Inhalte im WWW bezahlt, mehr als 70 Prozent entfielen auf Erotik-Content. Dahinter folgen Spiele und Wirtschaftsnachrichten. Laut der Studie könnten sich 18 Prozent der User vorstellen Musikinhalte künftig zu zahlen, für Wirtschafts- und Sportnachrichten würden fünf Prozent der Konsumenten in die Geldbörse greifen.

In vier Jahren wird alles anders

Jupiter sieht in den nächsten vier Jahren einen starken Wandel im Internet-Handel. Die Bereiche Musik, Film und Spiele sollen bis 2006 rund 67 Prozent des verkauften Contents im Netz ausmachen. Die Marktforscher rechnen mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro durch kostenpflichtige Inhalte im Jahr 2006.

Mobil und teuer

Auch im Bereich der mobilen Endgeräte wird es zu einem Anstieg der kostenpflichtigen Dienste und Inhalte kommen. Wurden 2001 noch 590 Millionen Euro in diesem Segment umgesetzt, sollen es 2006 schon über 3,2 Milliarden Euro sein. Die besten Geschäfte werden sich allerdings auch dann mit Logos und Klingeltönen machen lassen. (red)

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