Magnetresonanz-Technik erkennt Economy- Class-Syndrom

24. Jänner 2002, 15:50
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Thrombose wird direkt im Bein aufgespürt

Nottingham - Wissenschaftler der University of Nottingham haben eine nicht invasive Technik entwickelt, die Blutgerinnsel schnell und sicher aufspürt. Mit dem so genannten "Magnetic Resonanz direct Thrombus Imaging (MRDTI) " können laut Forschern tiefe Venenthrombosen (DVT) einfacher und rascher als bisher erkannt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden wird das Blutgerinnsel direkt im Bein erkannt. Besonders geeignet sei die Methode gegen das Economy-Class-Syndrom für Schwangere und Reisende, da kein Röntgen mehr durchgeführt werden muss, berichten die Forscher im Fachblatt Annals of Internal Medicine (Bd.136).

Die Untersuchung dauert rund zwölf Minuten und wurde an 101 Personen getestet. Bei ihnen konnte der Verdacht auf DVT bestätigt werden. Der Vorteil von MRDTI liegt laut Studienleiter Alan Moody, Radiologe an der University of Nottingham, in der hohen Sensibilität und der Fähigkeit, Thrombosen bereits im Frühstadium zu erkennen. Moody hofft, dass mittels MRDTI Personen mit einem großen Risiko zukünftig schnell und zuverlässig gefunden werden können.

Tiefe Venenthrombosen können bei Langstreckenflügen auftreten. Experten ergänzen aber, dass auch bei anderen Transportarten mit einer längeren Immobilität ein erhöhtes Risiko gegeben ist. Für die meisten Reisenden ist die Wahrscheinlichkeit, eine mitunter tödlich verlaufenden DVT zu entwickeln, gering. Übergewichtige Personen, Alkoholiker und Raucher mit bereits bestehenden Problemen gehören allerdings zur Risikogruppe. (pte)

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