Petrovic: Voggenhuber "marginalisiert sich"

16. Jänner 2002, 17:31
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Der grüne EU-Abgeordnete kommt parteiintern immer stärker in die Kritik

Wien - Der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber gerät wenige Tage vor Beginn des Bundeskongresses in Innsbruck parteiintern immer stärker unter Beschuss. Nach Kritik von Bundessprecher Alexander Van der Bellen und Bundesgeschäftsführerin Gerhild Trübswasser meldet sich nun die stellvertretende Klubobfrau Madeleine Petrovic zu Wort: Es sei kein grüner Stil, jemanden auszuschließen - "aber lange wird er sich das nicht mehr leisten können. Er marginalisiert sich", sagte sie im "News".

Leute werden ihn nicht mehr wählen

Immer wieder höre sie Reaktionen in der Partei wie "Na, er hat wieder einen Ausbruch", meinte Petrovic, die als Grüne Spitzenkandidatin in die nächste Niederösterreich-Wahl zieht. Voggenhuber stelle sich ins Abseits, das sei schade: "Die Leute mögen ihn zwar. Aber sie werden ihn beim nächsten Mal halt nicht mehr wählen". Zur ständigen Kritik des EU-Abgeordneten an der Bundespartei mutmaßt Petrovic: "Voggenhuber wäre wahrscheinlich so gerne näher in diesem Beratungskreis um Van der Bellen".

Voggenhuber gelassen

Voggenhuber selbst reagiert im "News" gelassen. Zur Aussicht, nicht mehr nominiert zu werden, meinte er: "Diese Droh- und Druckkulisse entspricht dem Bild einer konventionellen Partei. Drohungen haben mich noch nie beeindruckt". Der EU-Abgeordnete hatte zuletzt vor allem die Haltung der Grünen bezüglich des Afghanistan-Kriegs sowie bei der anstehenden Statuten-Reform heftig kritisiert. (APA)

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