"Freistaat Christiana" in Terror-Angst

16. Jänner 2002, 11:16
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Kopenhagen will gegen Brutalisierung in der Alternativ-Kommune vorgehen

Kopenhagen - Die dänische Regierung will notfalls mit Polizeigewalt gegen den zunehmenden Rocker-Terror im Kopenhagener "Freistaat Christiania" vorgehen. Wie mehrere Zeitungen am Mittwoch berichteten, haben die Bewohner der vor 30 Jahren gegründeten Alternativ-Kommune bis Freitag Zeit, auf ein entsprechendes Ultimatum des dänischen Verteidigungsministers Svend Aage Jensby zu reagieren.

Der Minister bezog sich dabei auf Polizeiklagen über eine zunehmend gewalttätige "Machtübernahme" von Rockern auf dem ehemaligen Kasernengelände, wo seit einer Besetzungsaktion 1972 im Durchschnitt knapp 1000 Bewohner nach weitgehend eigenen Regeln leben. Auch Bewohner hatten in letzter Zeit zunehmend darüber geklagt, dass Rocker den traditionellen Handel mit Haschisch auf dem Christiania-Gelände mit Mafia-Methoden und teilweise brutaler Gewalt kontrollierten. Aus der Rechtsregierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen verlautete, man wolle bei Bedarf "mit Bulldozern" gegen die gesetzlosen Zustände in Christiania vorgehen. (APA/dpa)

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