Oberösterreich: Krippenfiguren "geköpft"

16. Jänner 2002, 17:40
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Bevölkerung laut Exekutive "extrem aufgebracht" - Die Vandalen: "Uns war fad"

Linz - Empörung herrscht derzeit unter den Einwohnern der Gemeinde Attersee (Bez. Vöcklabruck) in Oberösterreich. Eine im Ortszentrum im Freien aufgestellte Krippe wurde mutwillig verwüstet. Die sechs lebensgroßen Figuren wurden regelrecht "geköpft". Nun konnten zwei Jugendliche als Täter ausgeforscht werden. Die Bevölkerung sei "extrem aufgebracht", so ein Gendarm: Die Künstlerin habe sich so viel Mühe für die liebevolle Arbeit gegeben und dann werde das Werk einfach mutwillig zerstört.

Die Figuren der Krippe wurden von der Künstlerin Regina Meschnig aus Holz, Styropor und Stoff gefertigt. In der Nacht zum 13. Jänner machten sich die beiden jugendlichen Vandalen über Maria und Josef, das Jesuskind, einen Hirten, ein Kamel und ein Schaf her, erzählte ein Gendarm. Mit bloßen Händen rissen sie ihnen die Köpfe aus und legten sie einfach daneben.

Alle Jugendlichen in der Umgebung seien am nächsten Tag befragt worden. Schließlich sei die Exekutive davon ausgegangen, "dass ein halbwegs reifer Mensch sowas nicht macht.". Bei den Befragungen sei man dann auf die beiden 15-jährigen Burschen gestoßen. Sie waren geständig, als Motiv gaben sie an: "Uns war fad". Den Schülern droht eine Anzeige wegen schwerer Sachbeschädigung. Die Köpfe seien den Krippenfiguren inzwischen wieder "notdürftig" aufgesetzt worden, die genaue Schadenshöhe sei noch nicht bekannt, so der Gendarm.(APA)

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