"Arbeit und Aufenthalt gehören zusammen"

16. Jänner 2002, 10:57
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SPÖ-Frauen sehen weibliche Angehörige in Abhängigkeit gedrängt

Wien - "Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Integration. Es macht wenig Sinn, den Familienzuzug einerseits gut zu heißen, diesen Menschen aber andererseits die Berufstätigkeit zu verbieten", erklärte am Dienstag SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer bezüglich der Zugangsbarriere zur Arbeitserlaubnis von fünf Jahren für Familienmitglieder von MigrantInnen. Innenminister Strasser hatte neuerlich die Beibehaltung dieser Beschränkung bestätigt.

Abhängigkeit für Frauen

Betroffen von diesem Arbeitsverbot seien in erster Linie Frauen, so Stadlbauer. "Diese werden durch die Trennung von Aufenthalt und Arbeitserlaubnis vermehrt in Abhängigkeit gedrängt", kritisierte Stadlbauer. Die Bundesfrauensekretärin monierte in diesem Zusammenhang weiters, dass die Voraussetzung zum Bezug der Familienbeihilfe und des Kindergeldes ebenfalls an diese Grenze gekoppelt sei. "Integration kann nur funktionieren, wenn auch die Bereitschaft zum Zugang von MigrantInnen zu sozialen Leistungen besteht", so Stadlbauer abschließend. (red)

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