Italien will die kleinen Münzen nicht

16. Jänner 2002, 09:50
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"Beim Bezahlen braucht man eine Brille"

Rom - Italien will die kleinen Euro-Münzen möglicherweise aus dem Verkehr ziehen. Die 1- und 2-Cent-Münzen seien ein Problem, weil man dafür beim Bezahlen schon fast eine Brille brauche, sagte der Generalsekretär des italienischen Euro-Nationalkomitees, Giancarlo Buffo, am Dienstag dem Fernsehsender "Canale 5". Das Wirtschaftsministerium in Rom riet derweil zur Geduld. Es sei "zu früh, um die Cents abzuschaffen", sagte Staatssekretär Vito Tanzi. Das könne man immer noch tun, wenn die Italiener die kleinen Münzen tatsächlich kaum gebrauchten.

Die Umstellung auf Münzgeld fällt vielen Italienern schwer, weil sie bislang schon für 1000 Lire (0,516 Euro) mit Scheinen zahlten. 200-Lire-Stücke reichten bestenfalls für Bonbons. Bei einer Abschaffung des Euro-Kleingeldes warnen aber vor allem Verbraucherverbände vor Aufrundungen der Preise. (APA)

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