Advanced Micro Devices verzeichnet Quartalsverlust

18. Jänner 2002, 09:43
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Für 2002 Gewinnschwelle erwartet - Auch Intel meldet Verluste

Santa Clara/Sunnyvale - Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices hat im vierten Quartal einen Verlust von 0,05 Dollar je Aktie ausgewiesen, lag beim Umsatz aber über den Erwartungen von Analysten. Im zweiten Quartal 2002 werde der Konzern wieder die Gewinnschwelle erreichen, teilte AMD am Mittwoch nach Börsenschluss weiter mit. Der Nettoverlust habe im vierten Quartal 15,8 Millionen Dollar betragen. Im Jahr zuvor hatte AMD noch einen Netto-Gewinn von 178 Millionen Dollar oder 53 Cent je Aktie erwirtschaftet. Den Umsatz bezifferte AMD für das abgelaufene Quartal auf 952 Millionen Dollar nach 1,18 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 840 Millionen Dollar erwartet.

Intel holt die Bären wieder aus den Höhlen

Das Jahr 2001 war auch beim weltgrößten Chiphersteller Intel von der Wirtschaftsflaute getrübt. Belastet vom schwachen Ausblick haben die deutschen Aktienmärkte in der Folge am Mittwoch an Wert verloren. "Die Stimmung am Markt ist unsicher. Die Bären sind wieder aus ihren Höhlen gekommen", sagte Aktienhändler Andreas Schneller von Merck Finck. Intel ziehe den gesamten Technologiebereich nach unten, fügte ein Düsseldorfer Händler hinzu.

Der Halbleiter-Branchenprimus Intel hatte am Vorabend bekannt gegeben, trotz eines im vierten Quartal 2001 deutlich über den Markterwartungen liegenden Gewinns je Aktie noch keine Anzeichen einer Konjunkturerholung zu sehen.

Gewinn- und Umsatzrückgang

Konzernchef Craig Barret sprach am Mittwoch von "einem sehr schwierigen Jahr für die gesamte Industrie". Der Reingewinn von Intel ging 2001 ohne Berücksichtigung der Akquisitionen um 70 Prozent auf 3,6 Mrd. Dollar (4,03 Mrd. Euro/55,5 Mrd. Schilling) oder 0,52 Dollar je Aktie zurück. Die Umsätze sind um 21 Prozent auf 26,5 Milliarden Dollar gefallen.

Für das kommende Jahr 2002 erwartet Intel eine Steigerung der Bruttogewinnmarge von 49 auf 51 Prozent. Im laufenden ersten Quartal 2002 soll die Marge bei 50 Prozent liegen. Die Investitionen sollen 2002 rund 5,5 Mrd. Dollar betragen, nach 7,3 Mrd. Dollar 2001. Der Reingewinn von Intel Akquisitionen eingerechnet lag 2001 bei 1,3 Mrd. Dollar und damit 88 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. (APA, Reuters, DER STANDARD, Printausgabe 17.1.2002)

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