An drei Forscher vergeben

15. Jänner 2002, 21:04
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Genf - Timothy J. Richmond (Zürich), Richard Treisman (London) und Karl Tryggvason (Stockholm) teilen sich den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2002. Die Auszeichnung ist mit 1,2 Millionen Euro (16,5 Mill. S) dotiert und fördert innovative biomedizinische Forschung.

Der 1948 geborene US-Amerikaner Richmond ist an der ETH Zürich als Professor für Röntgenkristallographie biologischer Makromolekülke tätig, wie die Louis-Jeantet-Stiftung am Dienstag mitteilte. Er will die Struktur der so genannten Chromatinfasern im Zellkern aufklären, um zu verstehen nach welchen Grundprinzipien die DNS in Chromosomen verpackt ist.

Der 1954 geborene Brite Richard Treisman wirkt als Laborforschungsdirektor am Imperial Cancer Research Fund in London. Er will untersuchen, wie Blutserum die Zellteilung durch die Aktivierung neu entdeckter Signalübertragungswege stimuliert.

Der 1947 geborene Isländer Tryggvason ist Professor für medizinische Chemie am Departement für Medizinische Biochemie und Biophysik des Karolinska Instituts in Stockholm. Er forscht im Bereich der Nierenkrankheiten.

Seit seiner erstmaligen Verleihung im Jahre 1986 wurde der Preis an 53 Forscher in Europa vergeben: 17 in Großbritannien, zwölf in der Schweiz, neun in Frankreich, sieben in Deutschland, drei in Schweden, je zwei in Belgien und den Niederlanden sowie einen in Österreich (Dr. Kim Nasmyth, Forschungsdirektor des Instituts für Molekulare Pathologie in Wien). Die Stiftung wurde auf Wunsch des französischen Geschäftsmannes Louis Jeantet gegründet, der 1981 in Genf gestorben ist. (APA)

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