Kongo: Heftige Kämpfe gefährden Friedensprozess

15. Jänner 2002, 14:55
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Kabila trifft Rebellenführer

Kampala/Kinshasa - Heftige Kämpfe im Osten Kongos gefährden erneut den Friedensprozess in dem zentralafrikanischen Land. Regierungsvertreter im benachbarten Uganda sprachen am Dienstag von schweren Gefechten zwischen Rebellen und regierungstreuen Milizen rund um die Stadt Butembo, 60 Kilometer von der ugandischen Grenze entfernt.

Kämpfer des Mai Mai-Stammes waren dort am Wochenende mit Guerillas der von Ruanda unterstützten "Demokratischen Bewegung für Demokratie" (RCD) zusammengestoßen. Die blutigen Kämpfe dauerten bis zum Dienstag an. "Das ugandische Verteidigungsministerium hat sich besorgt an einen UN-Vertreter in Kongo gewandt, da sich der Konflikt immer weiter an die ugandische Grenze nähert", sagte Armeesprecher Shaban Bantariza in der ugandischen Hauptstadt Kampala.

Kabila trifft Rebellenführer

Uganda und Ruanda unterstützen in Kongo rivalisierende Rebellengruppen, die seit 1998 gegen die Regierung in Kinshasa kämpfen. Dort wird Präsident Joseph Kabila von Angola, Namibia und Simbabwe unterstützt.

Kabila hatte sich am Montag und Dienstag am Rande eines Treffens der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) in der malawischen Stadt Blantyre mit führenden Rebellen getroffen. Über den Inhalt der Gespräche wurde bis zum Dienstag nichts bekannt. Kabila hatte vor einem Jahr die Macht übernommen, nachdem sein Vater Laurent Kabila am 16. Jänner ermordet worden war. (APA/dpa)

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