Name entscheidet über E-Mail-Antwort

16. Jänner 2002, 09:09
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Fremde Nachricht aber Namensgleichheit erhöht "reply"-Wahrscheinlichkeit um zehn Prozent

E-Mails von Unbekannten werden häufiger beantwortet, wenn der Absender den selben Namen wie der Empfänger trägt. Sind Vor- und Nachname identisch, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer Anwort um zehn Prozent. Dies zeigte eine Untersuchung der McMaster University in Ontario, so ein Bericht in der Online-Ausgabe von New Scientist . Die Ergebnisse basieren auf 2.960 über den freien E-Mail-Service Hotmail verschickte E-Mails mit Fragen über lokale Sportteams sowie über deren Team-Maskottchen.

Namensgleichheit

Haben Sender und Empfänger nur den gleichen Nachnamen, war der Click auf die Reply-Taste mit 9,7 Prozent ungefähr gleich hoch. Waren allerdings nur die Vornamen gleich, verringerte sich die Bereitschaft die Nachricht zu beantworten, beträchtlich. Psychologin Margo Wolson von der McMaster University sieht den Grund für diese Unterschiede darin, dass vor allem der Nachname auf ein verwandtschaftliches Verhältnis schließen lässt. "Eine Namensgleichheit schürt Emotionen", so Wilson. Diese löse ein altruistisches Verhalten aus.

"Frauen antworten lieber"

Zudem sollen laut Untersuchung Frauen eher als Männer ein E-Mail beantworten, wenn eine Gleichheit des Nachnamens besteht. Hier vermuten Forscher, dass Frauen eher an der Familiengeschichte interessiert sind. Dass die Untersuchung durch die Flut von ungebetenen E-Mails im modernen Kommunikationszeitalter beeinflusst wurde, ist Wilson bewusst. Die Untersuchungsergebnisse wurden im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society, B (vol 268, p195) publiziert. (pte)

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