Mindestens 50 Tote bei Grubenunglücken in China

15. Jänner 2002, 12:56
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Ausgetretenes Erdgas als Ursache

Bei Grubenunglücken in drei chinesischen Minen sind nach offiziellen Angaben mindestens 50 Bergleute ums Leben gekommen. Wie staatliche Medien am Dienstag berichteten, trat in den Gruben Erdgas aus. Bei der Explosion in einem privaten, nicht genehmigten Kohlebergwerk im südchinesischen Bezirk Wenshan wurden am Montag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua 25 Menschen getötet. Zehn weitere Personen wurden demnach verletzt.

Ausgetretenes Erdgas als Ursache

In einem Stollen in der Stadt Loudi in der Provinz Hunan erstickten am Montagabend 18 Arbeiter, nachdem Erdgas ausgetreten war und sich in den Stollen ausgebreitet hatte. Die Mine, die der Stadt gehört, hatte eine behördliche Genehmigung und verfügte offiziellen Angaben zufolge über gute Sicherheitsvorkehrungen. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 30 Bergleute unter Tage, zwölf von ihnen konnten sich retten.

Kein Belüftungssystem

Wie die Zeitung "Fazhi Ribao" berichtete, kamen in der Stadt Pingxian in der südostchinesischen Provinz Jiangxi am Sonntag bei einer Explosion sieben Bergleute ums Leben. Ein Arbeiter werde noch vermisst. Jedes Jahr sterben Tausende chinesische Bergleute bei Unfällen in kleinen, nicht zugelassenen Minen, die weder über Belüftungssysteme noch über Brandschutzausrüstung verfügen. (APA)

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