In Sibirien sind 300 schwarze Kondore am Verhungern

15. Jänner 2002, 12:15
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Seltene Vogelart ohnehin vom Aussterben bedroht

In ihrem Winterquartier in Sibirien droht 300 seltenen schwarzen Kondoren der Hungertod. Wie die Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) am Dienstag mitteilte, ist die Schneedecke in der Region um die russische Stadt Wladiwostok fast einen Meter dick, sodass die vom Aussterben bedrohten Geiervögel kaum Nahrung finden.

Kondore - Auch sie sind Opfer der Wirtschaftskrise

Geschwächt und hungrig versammelten sich die Tiere an Mülltonnen, sagte eine WWF-Vertreterin in Wladiwostok. Noch zählt die Population der Vögel in Sibirien und der Mongolei 1.500 Tiere. Im vergangenen Jahr erfroren etwa 60 schwarze Kondore.

Laut WWF leiden die Tiere unter der Wirtschaftskrise in Russland. Als Aasfresser seien sie auf die Kadaver aus der Pelzindustrie angewiesen. Zahlreiche Betriebe dieser Branche hätten jedoch in den vergangenen Jahren Pleite gemacht. Kondore haben eine Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern. (APA)

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