Weiter Beschwerden über Teuerungen

15. Jänner 2002, 13:49
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Preiserhöhungen bei Zigaretten und beim Heurigen - AKNÖ: Auch manche Banken gehören zu den "schwarzen Schafen"

Wien - Die Zahl der Beschwerden rund um eurobedingte Teuerungen reißt nicht ab: Das gute "Tröpferl" sorgte in der Wachau für Diskussionen. KonsumentInnen wiesen laut Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) darauf hin, dass Heurigenbetriebe die Preise für ein Achterl Wein von 0,73 auf 0,80 Euro (10,05 und 11,01 Schilling) und eine Scheibe Brot von 0,51 auf 0,60 Euro angehoben haben.

Für Empörung unter den Verbrauchern sorgen aber auch erhöhte Zigarettenpreise. Im Zuge der Euro-Einführung wurden laut AKNÖ 61 Marken verteuert. Selbst einige Geldinstitute zählen zu den "Eurosündern". Denn Schillingbeträge würden nur dann gewechselt, wenn es sich um Kunden der Bank handelt und manchmal nicht einmal da, heißt es in der Aussendung. "Das ist zwar nicht gesetzeswidrig, aber auf gar keinen Fall konsumentenfreundlich", erklärte AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde.

Verärgert sind KonsumentInnen über eine Bank im Kremser und Amstettner Raum, bei denen beim Wechseln von Schilling in Euro Gebühren von 0,5 Prozent verlangt würden. "Und das obwohl die Umwechslung von Schilling in Euro bis zu einem Betrag von 3.633,64 Euro (50.000 Schilling) kostenlos zu erfolgen hat. Das ist ein Skandal sondergleichen", empört sich La Garde. Einige Verbraucher hätten berichtet, dass sie beim Einkaufen wieder mit leeren Händen zurück gekehrt waren, weil einzelne Händler sich geweigert hätten, Schilling als Bargeld zu akzeptieren.(APA)

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