Bombardements auf Zhawar sollen bald eingestellt werden

15. Jänner 2002, 17:00
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Behörden prüfen Hinweise auf US-Geisel in Afghanistan

Washington - Die US-Bombardements auf mutmaßliche Höhlenverstecke der El-Kaida-Organisation von Osama bin Laden rund um die Stadt Zhawar in der afghanischen Provinz Khost sollen bald eingestellt werden. Mit den Luftangriffen sollten die Eingänge zu rund 50 Grotten verschlossen werden, damit sie militante Moslems nicht mehr nutzen könnten, sagte US-Konteradmiral John Stufflebeem am Montagabend (Ortszeit) in Washington. Die Berichte über die durchsuchten Höhlen und unzugänglich gemachten Grotten legten nahe, dass die Aktion ihrem Ende zugehe.

"Ob heute oder morgen, weiß ich nicht genau", fügte der Militär hinzu. Die Angriffe würden sich dann auf das nächste Höhlensystem konzentrieren. Die USA befürchten, dass sich die Kämpfer der Taliban und El Kaida im Schutz ihrer Höhlen neu formieren könnten.

Die US-Behörden prüfen Hinweise, wonach ein US-Bürger vergangene Woche in Afghanistan in Geiselhaft genommen wurde. Die entsprechenden Berichte seien aber sehr vage, viele Einzelheiten seien unklar, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag. Demnach steht das Außenamt in Kontakt mit der Ehefrau des angeblich Entführten. Zudem seien Diplomaten vor Ort mit dem Fall betraut. (APA)

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