Chipkartengebühr: Ärzte lehnen Einhebung der Beiträge ab

14. Jänner 2002, 13:36
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Ärztekammer wehrt sich gegen "Ärzte als administrative Außenstelle der Krankenkassen"

Wien - Die Österreichische Ärztekammer fürchtet "starke Belastung durch zusätzliche Bürokratie". Konkret geht es um die umstrittenen Modalitäten rund um die Einführung der Chipkarte. Der Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Jörg Pruckner, stellte am Montag in einer Aussendung fest, dass "die Ärzte das Inkasso der Gebühr keinesfalls durchführen" werden.

"Die Wirtschaft will sich offensichtlich immer mehr aus der Verantwortung der durch die Sozialpartner getragenen Krankenkassen stehlen". Es müsse klar sein, dass der sinnvollste Weg zur Einhebung einer Chipkartengebühr über ein Quellen-Abzugsverfahren bei der Lohnverrechung und - auszahlung führe. Damit sei auch sichergestellt, dass die Chipkartengebühr ein Solidarbeitrag aller Versicherten sei und nicht "ein Strafmandat für Kranke", so Pruckner.

Eine von beiden Parlamentsklubs eingesetzte Arbeitsgruppe soll die Frage der Administration klären. Eine endgültige Entscheidung über die Gebühr, derzeit wird von 50 Schilling pro Arzt und Quartal ausgegangen, ist ebenfalls noch nicht fixiert. Die Einführung der Chipkarte soll sukzessive erfolgen und mit Ende 2003 abgeschlossen sein. (APA)

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