Japanische Waljäger übertrafen sogar noch die Quoten ihrer Regierung

14. Jänner 2002, 12:31
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Mehr Zwergwale abgeschlachtet als erlaubt - Spannungen zwischen Japan und Walfangkommission werden steigen

Tokio - In vier japanischen Küstenorten sind einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge im vergangenen Halbjahr mehr Zwergwale geschlachtet worden als von der Regierung genehmigt. Die japanische Fischereibehörde hatte den Ortschaften Abashiri, Ayukawa, Wadaura und Taiji erlaubt, von Juli bis Dezember 2001 insgesamt 50 Wale zu töten. Die Gemeinden hätten diese Quote jedoch überschritten und 52 Tiere geschlachtet, berichtete Kyodo.

Es galt als wahrscheinlich, dass dieser Vorfall die Spannungen zwischen Japan und der Internationalen Walfangkommission (IWC) verschärft. Japan betrachtet das Töten von Walen, die sich in Fischernetzen verfangen haben, nicht als Walfang. Die IWC hatte 1986 ein globales Walfangverbot erlassen. Japan wurde jedoch eine begrenzte Fangmenge zu "wissenschaftlichen Zwecken" zugestanden. (APA/AP)

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