Die Influenza "A" ist da

14. Jänner 2002, 11:59
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Virologen wiesen gefährliches Virus in Proben aus Wien, der Steiermark und Salzburg nach

Wien - Alarm der Fachleute: Die gefährliche Influenza A ist in Österreich. Die Experten am Institut für Virologie der Universität Wien unter Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz im Rahmen ihres "Diagnostischen Influenza Netzwerkes" erstmals in Proben aus Wien, der Steiermark und Salzburg die Viren identifiziert. In den vergangenen Wochen waren Fälle der weniger gefährlichen Influenza B in Österreich registriert worden.

Ab dem Auftreten der ersten Influenza-Fälle bis zum vollen Ausbruch der Epidemie mit vielen Erkrankungen dauert es erfahrungsgemäß zwei bis drei Wochen. Der wissenschaftliche Leiter der österreichischen ARGE Influenza Univ.-Prof. Dr. Christian Kunz empfiehlt, sich jetzt noch immunisieren zu lassen. Der Impfschutz baut sich rasch auf.

Erkältung ist kein Hindernis

Der Experte: "Jeder, der noch nicht erkrankt ist, kann sich impfen lassen. Eine Erkältung ist kein Hindernisgrund für eine Impfung." Insgesamt hatte sich in zwei Proben in der Steiermark sowie in je einer aus Wien und Salzburg das Influenza A-Virus entdeckt worden.

Für die nächsten Wochen ist noch ausreichend Influenza-Impfstoff in den Apotheken vorrätig. Das ergab eine Rundrufaktion der ARGE Influenza beim pharmazeutischen Großhandel und in Apotheken.

Epidemische Ausmaße

Die Influenza-Welle hat bereits einige Länder Europas erfasst. In Belgien spricht man von epidemischen Ausmaßen. Auch in Spanien und Frankreich gibt es Anzeichen für verstärkte Influenza-Aktivität.

Vor wenigen Tagen hatte man bei der MA 15 von rund 13.500 errechneten Neuerkrankungen an Influenza bzw. grippalen Infekten in Wien in der vorangegangenen Woche berichtet. Es sei eine "kleine Influenza-B-Welle" zu bemerken. Die Experten setzen die Entstehung einer Influenza-Epidemie ab einer Zahl von 12.000 Neuerkrankungen pro Woche in der Bundeshauptstadt an. (APA)

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