Nummer Sechs lebt?

14. Jänner 2002, 11:41
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Screenshots von BeOS 6 im Netz

Im August des vergangen Jahres verkaufte die US-Softwareschmiede Be seine Patente und technische Aktivposten an den PDA- Hersteller Palm. Dieser Tage wird das Unternehmen vollständig liquidiert – allerlei Krimskrams, wie Server oder Telefonanlagen werden versteigert. Be wurde bereits 1990 gegründet und war vor allem für sein (kostenloses) Multimedia- Betriebssystem BeOS bekannt. Daneben erzeugte die Softwareschmiede Lösungen für Rich Media- und Internet-Anwendungen. Allerdings kommerzieller Erfolg war dem Softwarehaus nicht beschieden. Im letzten Quartal standen einem Umsatz von 715.000 Dollar Betriebs- und Entwicklungskosten von 4,13 Millionen Dollar gegenüber.

Ganz spurlos taucht das Flaggschiff von Be – das gleichnamige Betriebssystem – allerdings nicht ab. Der Ex-BeOS-Entwickler Travis Geiselbrecht wandelt auf den Spuren von Linux- Erfinder Linus Torvalds und veröffentlichte den Sourcecode eines weiteren freien Betriebssystems namens NewOS.

Vergangene Woche tauchten nun Screenshots einer angeblich neuen Version von BeOS im Internet auf. Doch die Be-Community befindet sich im Zwiespalt ob der Echtheit der Bilder. Zwar soll der Sourcecode von BeOS kurz nach dem Palm-Deal auf einschlägigen Sites aufgetaucht sein, doch mittels Photoshop oder Gimp wurden schon öfters wahre Web-Wunder vollbracht. (red)

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