Krankenkassen: Marin will völliges Aus für Mitversicherung von Hausfrauen

14. Jänner 2002, 11:14
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Sozialforscher: Brächte 13 Milliarden Schilling Mehreinnahmen

Wien - Der Sozialforscher Bernd Marin spricht sich in den "Salzburger Nachrichten" (Montag-Ausgabe) für die gänzliche Streichung der beitragsfreien Mitversicherung für Hausfrauen aus. Müssten Mütter Sozialversicherungs-Beiträge bezahlen, sobald ihr Kind sieben Jahre alt ist, würde dies laut Marin fast 13 Mrd. S (945 Mill. Euro) für die Krankenkassen bringen. Derzeit sind 595.000 Frauen bei ihren Männern mitversichert. Von der beitragsfreien Mitversicherung ausgenommen sind seit Anfang 2001 lediglich kinderlose Frauen.

Für diese Frauen besteht die Möglichkeit der "begünstigten Mitversicherung" mit einem Beitragssatz von 3,4 Prozent. Würde dieser Beitragssatz auch von Müttern ab dem siebenten Lebensjahr ihres Kindes kassiert, kämen laut Marin Mehreinnahmen von mindestens zwei Milliarden Schilling (145 Mill. Euro) herein. Käme der durchschnittliche Beitragssatz von 7,6 Prozent zur Anwendung würde dies seiner Berechnung nach fast 13 Mrd. S bringen.

Allerdings geht Marin selbst nicht von der Umsetzung dieser Maßnahme aus, da die Regierung "Hausfrauen zu ihrer Hauptklientel erhoben hat". Er sei zwar auch dafür, junge Mütter zu fördern, aber man dürfe deren Rückkehr in den Beruf nicht von vornherein ausschließen. Derzeit vergebe die Regierung "Ausstiegsprämien", so Marin. (APA)

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