Pakistan nimmt 1.100 mutmaßliche Moslem- Extremisten fest

14. Jänner 2002, 09:45
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Musharraf lässt Worten Taten folgen

Islamabad - Die pakistanische Polizei hat nach offiziellen Angaben am Wochenende rund 1.100 Mitglieder verbotener Moslem-Organisationen festgenommen. Wie das Innenministerium am Montag mitteilte, wurden außerdem 390 Büros von fünf Moslem-Organisationen geschlossen, deren Verbot Staatschef General Pervez Musharraf in einer Rede am Samstag angekündigt hatte.

Musharraf hat den Moslem-Extremisten im Land den Kampf angesagt, um die Spannungen mit dem Nachbarland Indien wegen des Kaschmir-Konflikts abzubauen. An der Demarkationslinie in der Himalaja-Region kam es nach pakistanischen Angaben auch am Montag wieder zu Schusswechseln zwischen Soldaten beider Länder.

Indien hat die von Musharraf angekündigten Maßnahmen gegen den Terrorismus begrüßt, gleichzeitig jedoch gefordert, den Worten müssten auch Taten folgen. Pakistan lehnt die indische Forderung ab, die Anführer von zwei der verbotenen Organisationen auszuliefern.(APA/Reuters)

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