Milzbrand-Ermittlungen konzentrieren sich auf USA

14. Jänner 2002, 06:35
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Sicherheitskoordinator: Ermittlungen richten sich auf interne Terroristen

Washington - Die USA vermuten hinter den im vergangenen Herbst verübten Anschlägen mit Milzbrand-Erregern offiziellen Angaben zufolge inzwischen weniger ausländische als einheimische Attentäter. "Die Ermittlungen richten sich inzwischen eher auf interne, heimische Terroristen als externe", sagte der oberste Sicherheitskoordinator der US-Regierung, Tom Ridge, am Sonntag dem US-Nachrichtensender CNN. Auch er selbst sei zunächst von einem Zusammenhang zu den Attentaten am 11. September ausgegangen, "aber die Hauptstoßrichtung der Ermittlungen richtet sich inzwischen nach innen". An den auch als biologische Waffe verwendbaren Milzbrand-Erregern sind seit Oktober fünf Menschen gestorben.

Es sei nur natürlich gewesen, die Attentäter zunächst im Ausland zu suchen, sagte Ridge. Am 11. September hatten Luftpiraten Passagierflugzeuge unter anderem in das World Trade Center in New York und auf das US-Verteidigungsministerium bei Washington gelenkt. Dabei kamen jüngsten Angaben zufolge mehr als 3.100 Menschen ums Leben. Die USA vermuten hinter den Anschlägen den moslemischen Extremisten Osama bin Laden und dessen Organisation El Kaida, deren zentrale Stützpunkte vor allem in moslemischen Ländern liegen sollen.

Die mit Milzbrand-Sporen versetzten Briefe tauchten im Laufe des Herbstes im US-Bundesstaat Florida sowie in Washington und in New York auf. Das Amt von Ridge war von der US-Regierung im Zusammenhang mit den Anschlägen geschaffen worden, um die Sicherheit im Land zu verbessern. (APA/Reuters)

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