Marie Marcks erhielt den "Göttinger Elch"

13. Jänner 2002, 22:00
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Satirepreis dotiert mit 3333,33 Euro, einer Elch-Brosche sowie 99 Dosen Elch-Suppe

Göttingen - Die Heidelberger Grafikerin und Zeichnerin Marie Marcks, 79, ist am Samstag mit dem Satirepreis "Göttinger Elch" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Preis - 3333,33 Euro, eine massiv-silberne Elch-Brosche sowie 99 Dosen Elch-Suppe - wurde während einer Feierstunde im historischen Rathaus überreicht.

Marcks sei eine "große Künstlerin, Chronistin, Feministin und Moralistin, deren Arbeiten gesellschaftliche Veränderungen über Jahrzehnte nicht nur begleitet, sondern vorangetrieben haben", hieß es in der Begründung der Jury. Nach Studien der Kunst und Architektur arbeitete sie zunächst als freie Malerin und Grafikerin. Ab 1963 veröffentlichte sie Karikaturen in der "Süddeutschen Zeitung" sowie in zahlreichen anderen Medien wie der "Zeit", "Pardon", "Vorwärts" oder "Titanic". Zudem veröffentlichte sie mehr als 25 Bücher und übernahm mehrere Gastprofessuren.

Mit dem "Elch-Preis" will die Stadt Göttingen die satirische Kunst fördern. Bisherige Preisträger waren Clodwig Poth, Robert Gernhardt, Gerhard Polt und Harry Rowohlt. Den Namen entlehnt der Preis dem von F.W. Bernstein geprägten Motto einer in Göttingen initiierten Ausstellung. Es lautete: Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. (APA/dpa)

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