ORF-Kaufmann: Muss nicht, wird aber doch

29. Jänner 2002, 17:25
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Wrabetz meint Bewerbung ernst, sagt er

"Operndirektor": Das antwortet Alexander Wrabetz gerne, fragt man ihn nach weiteren Berufswünschen. Ernster meint der amtierende Kaufmännische ORF-Direktor nach eigenen Worten allerdings derzeit seine neuerliche Bewerbung um die Managementfunktion auf dem Küniglberg.

Wrabetz bewirbt sich dennoch ...

Entgegen bisherigen Überlegungen müssen sich die amtierenden ORF-Intendanten und -Direktoren nicht neuerlich bewerben, um ihre Ansprüche auf Pension und dergleichen zu wahren. Begründung: Die Funktionsperiode läuft aufgrund des mittendrin geänderten ORF-Gesetzes nicht normal aus, also trennt sich quasi der Dienstgeber vom Management.

Der bisher den Sozialdemokraten Zugerechnete bewirbt sich dennoch, erklärt er dem STANDARD>: "Für mich ist das Kapitel nicht abgeschlossen", er hänge "mit Herz und Emotion" am Unternehmen, an seiner fachlichen Arbeit habe es keine Kritik gegeben. Die Entscheidung liege nun bei der Generaldirektorin, ob sie ihn am 8. Februar vorschlägt. Intern gibt man ihm derzeit als Einzigem aus dem bisherigen Team Chancen.

Wrabetz ohne Hang zum Musical ...

Und sonst? Neben Programmintendantin Kathrin Zechner wird auch Wrabetz für die Nachfolge Rudi Klausnitzers als Intendant der Vereinigten Bühnen Wien gehandelt. Fast Operndirektor also. "Würde ich nicht machen: kein Hang zum Musical." (fid/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 14. Jänner 2002)

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