Großbrand im Kupferwerk Brixlegg

13. Jänner 2002, 18:56
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Hoher Sachschaden durch Fehler in der Elektrik

Innsbruck - Ein Kurzschluss, ein Ventilatorschaden oder ein anderer Fehler "im elektrischen Bereich" löste Samstagmorgen in der "alten Elektrolyse" der Tiroler Montanwerke in Brixlegg (Bezirk Kufstein) einen Großbrand aus. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden dürfte einen zweistelligen Euromillionenbetrag ausmachen.

Rund 200 Feuerwehrmänner waren am Samstag im Einsatz. "Brand aus" konnte erst am Abend gegeben werden, erklärte Betriebsleiter Jörg Wallner am Sonntag. Befürchtungen, dass giftige Dämpfe austreten könnten, hätten sich als unbegründet herausgestellt. Auch Explosionsgefahr durch Gasflaschen konnte eingedämmt werden.

Die Produktion des Betriebes müsse vorerst reduziert werden, teilte Wallner mit. Sie betrage 60 bis 70 Prozent. In einer Woche soll jedoch wieder "voll" gearbeitet werden können.

Bis der Betrieb in der Gießerei und der Elektrolyse des einzigen österreichischen Kupfererzeugers wieder aufgenommen werden kann, brauche es "noch einige Tage". Durch den Brand sind wichtige Versorgungseinrichtungen, unter anderem die Energieversorgung der Montanwerke (Strom, Wasser und Gas), ausgefallen.

Bei dem rund 240 Quadratmeter großen Nebengebäude der "alten Elektrolyse" handelt es sich um keinen Produktionsbetrieb. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14. 1. 2002)

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