Greenpeace entdeckt deutschen Giftmüll in Nepal

13. Jänner 2002, 10:49
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Bayer-Chemikalien gefährden Trinkwasser

Hamburg - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in Nepal Giftmüll aus Deutschland entdeckt. Wie "Bild am Sonntag" berichtete, stieß Greenpeace auf zwei ungesicherte Lager mit Pestiziden aus der Produktion internationaler Chemiefirmen. Ein großer Teil stamme aus Deutschland, unter anderem von der Bayer AG. Weitere Hersteller seien Shell, Sandoz, Ciba-Geigy und Monsanto. Wer die Chemikalien nach Nepal brachte, ist dem Bericht zufolge unklar. Bei den Giften handelt es sich laut "Bild am Sonntag" auch um krebserregende Quecksilberpräparate, die in den USA und Europa wegen ihrer Gefährlichkeit verboten sind.

Die Bayer-Produkte Folidol E 605 und Solbar verrotteten in Kanistern und gefährdeten das Trinkwasser der Hauptstadt Kathmandu, berichtete das Blatt weiter. Greenpeace habe die Gifte in 60 Überfässern neu verpackt und fordere die Hersteller auf, die Chemikalien fachgemäß zu entsorgen. Ein Sprecher der Bayer AG sagte der Zeitung, sollte es sich um Produkte des Unternehmens handeln, werde Bayer einen Beitrag zur Entsorgung leisten.(APA)

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