Rotlichtviertel in die Vororte

13. Jänner 2002, 13:51
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Venedig: Sicherheit für Frauen und Ruhe für AnwohnerInnen

Rom - Mit der Einrichtung von Rotlichtvierteln in den Vororten will Venedig die Prostituierten aus dem historischen Zentrum der Lagunenstadt vertreiben. In den speziell ausgewiesenen Bezirken wollen die Behörden die Sicherheit der Frauen und die Ruhe für die AnwohnerInnen gewährleisten, wie aus dem am Samstag in italienischen Zeitungen veröffentlichten Projekt hervorgeht.

Die Stadt wolle damit auch die Unabhängigkeit der Prostituierten garantieren, die sich im Gegenzug an Hygienevorschriften und Regeln der öffentlichen Ordnung halten müssten. Prostitution ist in Italien erlaubt, Bordelle allerdings sind verboten.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte die Debatte über die Prostitution in der vergangenen Woche eröffnet, als er die landesweite Einrichtung von Bordellen vorschlug. Er müsse sich schämen, wenn er mit seinen eigenen Töchtern über Straßen gehen, an deren Bürgersteige Prostituierte ihrem Gewerbe nachgingen. (APA)

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