Kolumbien: Guerilla zieht sich aus Friedensprozess "definitiv" zurück

13. Jänner 2002, 22:33
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Ablehnung des Regierungs-Ultimatums

Bogota - Die größte Guerilla-Bewegung Kolumbiens, die "Revolutionären Streitkräfte" (FARC), hat den Friedensprozess in dem südamerikanischen Land "definitiv" für beendet erklärt. Die linksradikale Gruppierung reagierte damit am Sonntag auf eine ultimative Aufforderung von Präsident Andres Pastrana zur Einstellung aller Feindseligkeiten.

Die von Pastrana gesetzte Frist zur Räumung einer entmilitarisierten Zone bis Dienstag 03:30 Uhr MEZ "verhindert jede Möglichkeit der Fortführung der Gespräche", hieß es in einem von Rebellenchef "Comandante Trinidad" verlesenen Kommunique. Man wolle die bisher von der Guerilla kontrollierte so genannte "entmilitarisierte Zone" im Süden des Landes im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übergeben, sagte der "Comandante".

Pastrana hatte zuvor am Samstag den Rebellen in einer Fernsehansprache indirekt mit einer Militäroffensive gedroht, falls die FARC seinen Forderungen nicht nachkämen. Nur kurz vor der Fernsehansprache Pastranas wurden bei einem Bombenanschlag in der zentralkolumbianischen Stadt Granada 15 Menschen verletzt.(APA)

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