Mubarak: Irak soll mit UNO zusammenarbeiten

13. Jänner 2002, 21:33
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"Keinen Vorwand für US-Angriffe geben"

Kairo - Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat den Irak am Samstag aufgefordert, wieder mit den Vereinten Nationen zusammenzuarbeiten, um mögliche US-Angriffe zu verhindern. Mubarak warnte gleichzeitig, ein US-Angriff auf ein arabisches Land werde "schreckliche Folgen für die Region" haben. Der Irak solle die UN-Resolutionen umsetzen, um den USA keinen Vorwand für einen Angriff zu liefern, sagte der ägyptische Präsident vor Vertretern der Streitkräfte.

Der Irak verweigert den UN-Waffeninspekteuren seit Ende 1998 die Zusammenarbeit. Der stellvertretende Regierungschef Tarek Aziz erklärte in einem am Samstag veröffentlichten Interview, man werde die UN-Inspektoren "unter keinen Umständen wieder ins Land lassen." Anfang der Woche hatte sich bereits eine Gruppe US-Senatoren dafür ausgesprochen, den Irak zum nächsten Ziel im Antiterrorkampf zu machen. Zur Begründung hieß es, der Irak stelle eine Bedrohung für die Sicherheit der Vereinigten Staaten dar.(APA)

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