Militante Moslem-Gruppen in Pakistan verboten

14. Jänner 2002, 09:44
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Musharraf erteilt Absage an Kaschmir-Terror - Razzien in Moscheen und Koranschulen

Islamabad - Der pakistanische Präsident Musharraf hat das Verbot extremistischer Moslem-Parteien und der Terrororganisation angekündigt. Musharraf erklärte, Pakistan werde keine terroristischen Aktionen von seinem Territorium aus zulassen. Das Land wolle eine Gesellschaft aufbauen, die auf gegenseitigem Respekt und Toleranz baue.

Anklage gegen Terrosristen

Die Forderung Indiens nach Auslieferung der angeblichen Drahtzieher lehnte Musharraf in seiner im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation ab. Die Auslieferung von Pakistanern an Indien komme nicht in Frage. "Wenn wir Beweise gegen sie haben, werden wir sie nach unseren Gesetzen anklagen", sagte Musharraf. Wenn Nicht-Pakistaner aufgegriffen würden, dann würden sie angemessen behandelt.

Nach dem Verbot von fünf militanten Gruppen durch Präsident Pervez Musharraf hat die pakistanische Polizei mehr als 300 Extremisten festgenommen. Allein in der zentralen Provinz Punjab seien etwa 300 Mitglieder der betroffenen Parteien festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Auch in der südlichen Provinz Sindh seien die Sicherheitskräfte im Einsatz. Mit den Maßnahmen sollten mögliche Demonstrationen von Anhängern der verbotenen Gruppierungen verhindert werden. (APA)

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