Schröder reformfreudiger

12. Jänner 2002, 14:29
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Stoiber durchsetzungsfähiger

München - Die Deutschen halten Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber nach einer Emnid-Umfrage in Fragen der Wirtschaft, Bildung und Inneren Sicherheit für kompetenter als Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dem SPD-Vorsitzenden trauen die Wahlberechtigten dagegen in der Ausländer-, Sozial- und Außenpolitik mehr zu als dem bayerischen Ministerpräsidenten, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag berichtete. Stoiber gelte als durchsetzungsstärker, kompetenter und mit stärkerem Rückhalt in der eigenen Partei ausgestattet, Schröder dafür als sympathischer und reformfreudiger.

Kompetenz in der Arbeitsmarktpolitik bescheinigten demnach 36 Prozent der 1.005 Befragten Stoiber und 24 Prozent Schröder. In der Wirtschaftspolitik liegt der CSU-Chef in der Emnid-Umfrage mit 42 zu 31 Prozent vor dem Kanzler, bei den Staatsfinanzen mit 33 zu 30, bei der inneren Sicherheit mit 40 zu 30 und bei der Bildungspolitik mit 33 zu 28. Das Thema Ausländer sehen die Wähler den Angaben zufolge dagegen mit 39 zu 33 Prozent besser bei Schröder aufgehoben, die Sozialpolitik mit 48 zu 23 und die Außenpolitik mit 54 zu 23 Prozent.

Der Unionskandidat komme in der Zufriedenheit der Wähler ähnlich wie Schröder auf deutlich bessere Werte als seine Partei, berichtete das Magazin. 62 Prozent der Befragten seien mit Stoibers Arbeit zufrieden, die Union komme dagegen nur auf 52 Prozent. Mit der Arbeit des Bundeskanzlers seien sogar 66 Prozent zufrieden, mit der SPD dagegen nur 51 Prozent. (APA)

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