Rote Rüben - Beta Vulgaris

26. Jänner 2002, 17:12
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Es lohnt sich, dieses gesunde und geschmackvolle Gemüse in seiner Vielfalt wieder zu entdecken außerhalb der gekauften Konserve.

Dieses kugelrunde oder längliche Wurzelgemüse stammt aus den Küstenlandschaften des östlichen Mittelmeeres und der Steppen Asiens und wird heute in Ländern mit gemäßigtem Klima z. B. in Europa (Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Polen und Skandinavien) angebaut.

Die Haupterntezeit ist Oktober, anschließend wird dieses Gemüse in kühlen, dunklen Lagerräumen gelagert, im Mai gelangt die neue Ernte, junge, kleine Knollen mit Blättern, in den Handel.

Rote Rüben sind ein nahrhaftes und gesundes Gemüse. Sie sind reich an Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor und enthalten neben Zucker und Eiweiß auch Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C. Der Geschmack ist ausgewogen süßsauer. Rote Rüben wirken allgemein stärkend und appetitanregend, fördern die Gallensekretion, beugen Erkältungen und Grippe vor, der hohe Eisengehalt unterstützt die Blutbildung.

Beim Einkauf von frischen Roten Rüben sollte man auf die Unversehrtheit der Wurzel achten, denn verletzte Rüben faulen leicht. Weiters sollten sie prall und sauber sein.

Beim Zubereiten muss man beachten, dass der Farbstoff dieses Gemüses wirklich alles färbt: Arbeiten Sie beim Schälen mit Gummihandschuhen, schneiden Sie Rote Rüben auf Tellern, damit der Farbstoff nicht in Schneidbretter einzieht. Waschen Sie alle ARbeitsmittel, mit denen Rote Rüben in berührung kommen, gleich nach Gebrauch ab.

Bei der Zubereitung sollten Rote Rüben als Ganzes, gut gewaschen, aber nicht geschält, gekocht werden, so gehen Saft und Aroma nicht verloren. Folgende Aromen und Kräuter harmonieren besonders gut: geriebener Kren, Senf, frischer Ingwer, Koriander, gestossener Kümmel, Zitronensaft und frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dille.

Tipps
Rote Rüben speichern Nitrate aus Düngemitteln. Freilandgemüse hat weniger Nitrat als Glashausgemüse, weil Sonneneinstrahlung Nitrat abbaut. Der gleichzeitiger Konsum von Vitamin C-haltigen Lebensmitteln vermeidet eventuelle eine Umwandlung von Nitrat in Krebs erregende Nitrosamine. (z. B.: Zubereitung mit Zitronensaft oder Äpfeln, Orangensaft dazu trinken) Jedoch spielt die Nitratbelastung eine untergeordnete Rolle, wenn der Verzehr nicht hoch ist.

Personen mit Neigung zu Nierensteinbildung und Kleinkinder sollten Blätter von Roten Rüben nicht verzehren, da diese Oxalsäure speichern, welche wiederum die AUfnahme von Mineralstoffen beeinträchtigt.

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