Schon mehr als 150 Millionen Dollar für Terroropfer ausgezahlt

12. Jänner 2002, 11:20
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Fonds hat noch ausreichend Mittel für weitere Hilfe

New York - Der für die Opfer der Terroranschläge in den USA eingerichtete 11.-September-Fonds hat bis Ende 2001 insgesamt 154,3 Millionen Dollar (173 Millionen Euro) an Betroffene verteilt. Mit dem Geld wurden 27.717 Menschen unterstützt, die beiden den Anschlägen verletzt wurden beziehungsweise einen Angehörigen, die Wohnung oder den Arbeitsplatz verloren haben, wie Fondsdirektor Joshua Gotbaum am Freitag in New York erklärte. Neun Prozent der Gesamtsumme wurden zur Finanzierung von Bergungsarbeiten oder zur Hilfe für Gemeinden verwendet, die von den Anschlägen besonders schwer getroffen wurden.

Insgesamt nahm der Fonds 404 Millionen Dollar ein. Der Fonds verfüge daher noch über ausreichend Mittel, um auch langfristig Hilfe leisten zu können, sagte Direktor Gotbaum. Von dem bereits verteilten Geld wurden 102,3 Millionen Dollar mit einem im Fernsehen übertragenen Benefizkonzert eingespielt, bei dem unter anderen Bruce Springsteen, Stevie Wonder, Neil Young und Billy Joel auftraten. Insgesamt brachte das Konzert 112 Millionen Dollar ein. Mehrere der Künstler hatten darauf gedrungen, dass über die Verwendung des Geldes in allen Einzelheiten Rechenschaft abgelegt wird.

Gotbaum erklärte, die Verwaltungskosten des Fonds seien gesondert aufgebracht worden, alle Spenden gingen direkt den Betroffenen zu. Anfangs war Kritik laut geworden, dass der Fonds die Spenden zu zögerlich auszahle. Gotbaum sagte, bis zum 31. Dezember seien elf Millionen Dollar mehr als ursprünglich erhofft ausgezahlt worden.(APA/AP)

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